Warum kann Yoga erlernen kein Schnelldurchgang sein

„Yoga ist die Reise des Selbst,

Durch das Selbst,

Zum Selbst.“

Die Bhagavad Gita

Yoga fordert uns auf, die Art und Weise, wie wir mit unseren Handlungen umgehen, zu ändern.

Dieser berühmte Satz aus der Gita weist auf eine wichtige Art der Beziehung zum Yoga hin: als Reise zur Ganzheit.

Das Sanskrit-Wort „Yoga“ leitet sich von der Wurzel „yuj“ ab und bedeutet „Joch“ oder „verbinden“. Deshalb wird Yoga oft als Vereinigung angesehen: zwischen Atem und Bewegung, Geist und Körper, Atman (Selbst, Bewusstsein) und Göttlichem. Wir können diese Ideen auf vielfältige Weise interpretieren, um sie unseren eigenen theistischen oder atheistischen Überzeugungen anzupassen, aber so oder so untermauert ein Verbindungsthema eindeutig die Praxis des Yoga. Der Weg von der Fragmentierung zur Ganzheit erfordert, dass wir uns unserem Schatten stellen. Unser Schatten ist alles in uns, was wir vermieden, verleugnet und im Dunkeln gehalten haben.

Dies ist die Reise des Helden in die Unterwelt (der Schatten unseres Unbewussten), die notwendig ist, damit wir die eigenen Grenzen oder Laster überwinden können. Es ist die Bewegung von Dunkelheit zu Licht, von Fragmentierung zu Ganzheit. Das ist der Weg der Erfahrung.

Die Reise zu unserem Erwachen erfordert, dass wir uns unseren eigenen Dämonen stellen. Wir können Konzepte erfinden, Geschichten über die Zukunft, in denen all unsere gegenwärtigen Probleme nicht länger bestehen bleiben, ein Ort ohne Schmerzen und Leiden. Himmel. Paradies. Nirwana. Die Realität bleibt jedoch so wie sie ist.

Die harte Wahrheit ist, dass es keinen einfachen Ausweg gibt. Keine Schnellstraße zur Erlösung. Die Reise des Helden beginnt mit einem Abstieg in die Unterwelt, um sich den Schatten des Unbewussten zu stellen, bevor es um den mühsamen Aufstieg zum Gipfel des Berges geht. Auf diesem Weg lernen wir tiefere Verbindungen herzustellen: zwischen den verschiedenen Teilen unseres fragmentierten Selbst, unserem Körper und unserem Geist, untereinander.

Veröffentlicht von Izabela

Yoga- und Meditationslehrerin

Ein Kommentar zu “Warum kann Yoga erlernen kein Schnelldurchgang sein

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