Was bedeutet es, ein Yogi zu sein?

Man kann mit Sicherheit sagen, dass das Wort „Yogi“ in unserer heutigen Kultur ein Schlagwort ist. Aber in der indischen Tradition ist dies definitiv nicht der Fall. Yogis sind Menschen, die einen bestimmten Lebensstil leben und bestimmte Qualitäten ausstrahlen – ihr Leben ist ein Beispiel dafür, dass alle anderen folgen und Inspiration finden können.

Aber was sind diese Eigenschaften, die für so viele Menschen so attraktiv sind?

Yogis verkörpern eigentlich nicht nur Eigenschaften, die „hinduistisch“ sind. Tatsächlich sind sie universell.

Die universellen Eigenschaften eines Yogis (oder wie man einen Yogi definiert)

Yogis sind nicht durch bestimmte Regeln oder Überzeugungen eingeschränkt, die ihre Werte einschränken können. Vielmehr leben sie auf eine Art und Weise, die unverschämt offen und frei ist. In der Bhagavadgita Gita legt Krishna dar, was es bedeutet, ein Yogi zu sein:

„Furchtlosigkeit, Reinheit des Herzens, Ausdauer beim Erwerb von Weisheit und beim Üben von Yoga, Nächstenliebe, Unterwerfung der Sinne, Durchführung heiliger Riten, Studium der heiligen Schriften, Selbstdisziplin, Geradlinigkeit; Nichtverletzung, Wahrhaftigkeit, Freiheit vom Zorn, Entsagung, Friedlichkeit, Nicht-Verleumdung, Mitgefühl für alle Kreaturen, Abwesenheit von Gier, Sanftmut, Bescheidenheit, Mangel an Unruhe; Ausstrahlung von Charakter, Vergebung, Geduld, Reinheit, Freiheit von Hass, Abwesenheit von Einbildung“

Aus diesem Grund könnte man sagen, dass Yogis nicht wirklich einer bestimmten „Religion“ angehören. Sie sind vielmehr darüber hinaus. Viele Menschen verschiedener Religionen oder sogar diejenigen, die ihre eigenen privaten nichtsektiererischen spirituellen Praktiken haben, könnten als Yogis betrachtet werden.

Veröffentlicht von Izabela

Yoga- und Meditationslehrerin

9 Kommentare zu „Was bedeutet es, ein Yogi zu sein?

  1. Ein Yogi ist der, welch`sein Denken zügelt und zur Erkenntnis des Höchsten gelangt ist oder all sein Tun, ausnahmslos, dem Höchsten abgibt, Der eigentlich alles ist. Denn dein Tun ist Sein Tun. Man tut eigentlich nie wirklich etwas, da all das, was als Bühne der Handlungen und Dualitäten ist- die Welt- nur Illusion, ein kosmisches Hologramm ist. Die Individuen dauern nur eine ganz, ganz kurze Weile aus, nach dem sie plötzlich verschwinden- und mit ihnen, auch ihre Taten. Welten entstehen und Welten verschwinden. Wesen entstehen und Wesen verschwinden. Das ganze All- sichtbar und unsichtbar- ist nur eine Reflexion. Was bleibt, sind nur die Folgen der Gedanken, Worte,Taten. Aber nur eine Weile.
    Dies ist Maya, die Illusion von Raumzeit.

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