Atemtechniken gegen extreme Angstzustände

Angst – was ist das eigentlich genau?

Ein Gefühl, dass seinen Sitz im Brustkorb hat, so, wie die Wut im Bauch sitzt oder die Liebe im Herzen. Wenn wir Angst haben, haben wir das Gefühl, als würde uns jemand die Luft zum Atmen nehmen, es wird plötzlich ganz eng in unserem Brustkorb, und wir atmen nur noch ganz flach oder halten in Extremsituationen die Luft sogar vollkommen an.

Der Begriff Angst kommt aus dem Indogermanischen und ist verwandt mit dem lateinischen Wort „angstus/angustia“, was so viel bedeutet wie Enge, Beengung, Bedrängnis. Der Begriff ist also genau von dem körperlichen Empfinden abgeleitet und beschreibt, was in uns vorgeht, wenn wir Angst haben. Es gibt eine Vielzahl von Ängsten, auch Phobien genannt, angefangen bei der Angst vor Spinnen über die Angst vor der Dunkelheit bis hin zu elementaren Ängsten, wie die Angst vor körperlicher Gewalt oder vor dem Tod.

In einem angemessenen Rahmen ist eine natürliche Angst durchaus sinnvoll, da sie unser Überleben gewährleistet und uns vor Gefahren schützt. Es gibt aber auch Menschen, die unter gesteigerten Ängsten leiden und dadurch in ihrem Alltag eingeschränkt sind. Zum Beispiel bei Angst vor großen Menschenmassen oder Angst vor weitläufigen Plätzen.

Was genau passiert in unserem Körper, wenn wir Angst haben? Und gibt es eine Möglichkeit, aktiv dagegenzusteuern?

Wenn wir Angst haben, schlägt unser Herz schneller, unser Blutdruck steigt, uns wird schwindlig, wir atmen immer flacher und schneller, werden blass, fangen an zu zittern, zu schwitzen- die Symptome sind individuell verschieden und unterschiedlich stark ausgeprägt, aber dennoch signifikant.

All diese Reaktionen werden durch unser vegetatives Nervensystem vermittelt, und da kommt das Thema Yoga ins Spiel.

Täglich Atemtechnik morgens und abends

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Yoga sich positiv auf unser vegetatives Nervensystem auswirkt, es beruhigt und in Balance hält. Gezielte Atemübungen helfen, der flachen Atmung, die in Angstzuständen auftritt, entgegenzuwirken und können in Momenten der Panik helfen, um wieder Boden unter den Füßen zu spüren.

Wer unter solchen extremen Angstzuständen zu leiden hat, sollte vorbeugend täglich morgens und abends diese Atemtechnik praktizieren, um seine Angst schneller wieder unter Kontrolle zu bekommen. Aber auch während einer Manifestation der Angst kann Yoga helfen, die Kontrolle zu behalten. Konzentrieren Sie sich ganz genau auf Ihre Atmung und versuchen Sie sie, so tief wie unter den gegebenen Umständen möglich ein- und auszuatmen. Auf diese Weise beruhigen Sie nicht nur Ihre Atmung, sondern auch Ihren Geist, der darauf angewiesen ist, klar zu denken, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen und strategisch vorzugehen.

Yogaasanas und die yogischen Atemtechniken stellen Ihnen ein effektives Tool zur Seite, um auch in Panik- und Angstzuständen eine klaren Kopf zu behalten, um so die Situation bestmöglich deeskalieren zu können.

Lassen Sie nicht zu, dass Ihnen die Angst Ihren Alltag diktiert, und gehen Sie dagegen an, um ein selbstbestimmtes, autonomes und vor allem angstfreies Leben zu führen.

Von Sarah Stork

Veröffentlicht von Izabela

Yoga- und Meditationslehrerin

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